Harmonische Oberwellen sind elektrische Spannungs- oder Stromanteile im Netz, deren Frequenzen ein ganzzahliges Vielfaches der Grundfrequenz (in Europa üblicherweise 50 Hz) betragen. Während die Grundschwingung die eigentliche Nutzfrequenz ist, entstehen Oberwellen durch nichtlineare elektrische Verbraucher oder Schaltvorgänge. Sie überlagern sich der Grundschwingung und verzerren so die ideale Sinusform der Netzspannung oder des Netzstroms.
Physikalisch betrachtet resultieren Oberwellen aus Wechselwirkungen zwischen periodischen Strömen und Spannungen, die nicht exakt sinusförmig verlaufen. Jede Abweichung von der reinen Sinusform kann mathematisch durch die Summe von Sinuswellen unterschiedlicher Frequenzen – den Oberwellen – beschrieben werden (Fourieranalyse).